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Ayos!!

Autor: Miriam | Datum: 19 November 2009, 00:02 | 35 Kommentare

(heisst so viel wie: jo, akay, alles klar!)

 

Langsam lebe ich mich nun in meinem Placement ein und ich muss sagen, dass man es kaum mit Manila vergleichen kann. Der Ort in dem ich lebe heist Macopa und die meisten Menschen dort leben von der Fischerei. Ich lebe hier in einer Huette die noch traditionell mit Palmenblaettern gedeckt ist. Da es keinen direkten Wasseranschluss gibt muss das Wasser immer aus dem Brunnen geholt werde, welcher sich gluecklicherweise gleich direkt vor dem Haus befindet.

 

Gleich am ersten Tag wurde ich sehr lieb von der Gemeinde dort aufgenommen. Besonders gut versteh ich mich mit Kuya Dodong, der mir versucht Waray-Waray bei zubringen. Sein Unglueck ist mein Glueck. Da er einen Autounfall hatte, hat er seinen Job als Driver fuers Erste verloren und hat somit eigendlich den ganzen Tag fuer mich Zeit. So lerne ich nun unter wilden Gestikulieren (Kuya Dodong kann naemlich kaum Englisch) Waray-Waray. Als er mir dann Macopa genauer gezeigt hat wurden wir von einer ganzen Horde Kinder verfolgt, die uns nicht von der Seite wichen. So weiss ich, dass ich auf jedenfall nie alleine sein werde und auch nicht verlohren gehe. ;)

Am Abend meiner Ankunft haben wir dann auch gleich einen Gottesdienst gefeiert. Im Anschluss an diesen sollte ich zusammen mit der Tanzlehrerin Zel, 19, saemtliche Action-Songs fuer die Kinder mit singen und tanzen. So wurde ich erst mal mitten in die Mitte neben Zel gestellt und sollte dann versuchen alles mitzutanzen. Wer von meiner absloluten Unfaehigkeit weiss einen Tanz a) schnell zu lernen und b) ueberhaubt zu tanzen, kann sich vorstellen wie ich mich da (unter lautem Gelaechter der Kinder und unter den Augen etlicher Zuschauer) zum Affen gemachte habe…es gab aber einfach kein entkommen!! 

Am Wochenende bin ich dann nach Camaruboan gereist, wo der Pastor der Gemeinde in Macopa wohnt. Hier habe ich zusammen mit ihm und seiner Familie das Wochenende verbracht. Die Jugend der Kirche war auch die meiste Zeit in der Naehe. So wurde ungefaehr 3 Mal am Tag (oder mehr) eine Bandprobe angesetzt, welche haefig dazu fuehrte, dass saemtliche junge Leute in die Kirche stroemten und so spontan ein Lobpreis gefeiert wurde. Im Gegensatz zu Macopa koennen die Jugendlichen hier groesstenteils gar kein Englisch, oder trauen sich ueberhaubt nicht Englisch zu sprechen. So fallen die Unterhaltungen eher rar aus und wir verstaendigen uns mit Haenden und Fuessen.

Alleine bin ich eigendlich nie, da immer einige von der Christian Youth Fellowship (CYF) da sind. Mir geht es insgesamt echt gut auch wenn die Sprachblokade doch oft verdammt gross ist. Ich gebe mir daher Muehe so schnell wie moeglich die Sprache hier zu lernen.

Ich freue mich immer, wenn ich Mails oder Post von euch allen erhalte. Entschuldigt mich bitte wenn ich aber nicht antworten kann, da ich hier so gut wie nie Internetanschluss habe. Selbst mein Handy hat die meiste Zeit kein Empfang. Also, viele liebe Gruesse aus Eastern Samar!


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